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Verhaltensstörung durch digitale Geräte

Eltern, die während gemeinsamer Familienaktivitäten häufig zu Smartphone oder Tablet greifen, können ihre langfristigen Beziehungen zu ihren Kindern beeinflussen, wie US-Forscher herausfanden.

Die sog. „Technoferenz“, d. h. Unterbrechung der gemeinsamen Aktivitäten durch technische Geräte, kann bei Kindern zu mehr Frustration, Hyperaktivität, Jammern, Schmollen oder Wutanfällen führen. Neuere Studien gehen davon aus, dass Eltern durchschnittlich 9 Stunden am Tag Fernseher, Computer, Tablet und Smartphone nutzen. Ein Drittel dieser Zeit wird mit Smartphones verbracht, die in den Zeiten, die das sozial-emotionale Wohlbefinden eines Kindes prägen, wie Essen, Spielen und Schlafengehen, eingesetzt werden. Eltern führen mit ihren Kindern weniger Gespräche und zeigen Aggressionen, wenn ihre Kinder versuchen, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, während sie ihre Geräte benutzen. Die Technologie dazu zu verwenden, um schwierigen Verhaltensweisen seitens des Kindes auszuweichen, bewährt sich nicht, denn problematisches Verhalten wie Wutausbrüche oder Schmollen nehmen dadurch eher zu. Den Kindern fehlt positives Feedback und emotionale Unterstützung.

Entnommen der Zeitschrift Natur-Arzt 9/2018