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Hilfe, Pubertät!

Die meisten Menschen finden kleine Kinder süß und liebenswert. Aber spätestens um das verflixte 13. Lebensjahr herum werden die süßen Kleinen unmotiviert und motzig.

10-Jährige können sehr gut die Emotionen in den Gesichtern Erwachsener erkennen, auch feine Nuancen von Missfallen. Ab dem 12. Lebensjahr aber bricht diese Kunstfertigkeit weg. Erst mit 19 Jahren haben Jugendliche die emotionalen Fähigkeiten wiedererlangt, die sie mit 10 Jahren beherrschten.

 

Die Folge: Zwischen 12 und 18 wirken Jugendliche unsensibel und oftmals ordinär. Lange Zeit schrieb man das dem Aufruhr der Hormone zu. Inzwischen weiß man, das Gehirn ist in dieser Zeit im Umbau. Ungenutzte Verbindungen zwischen den Neuronen werden stillgelegt. Das zentrale Denkorgan wird schneller, leistungsfähiger, ist aber nicht mehr so flexibel wie davor. Die Verbindungen zwischen dem rationalen Gehirn und den emotionalen Teilen des limbischen Systems sind während der Neuverdrahtung immer wieder gestört. Kein Wunder, dass bei Pubertierenden die Gefühle manchmal ungebremst zum Ausbruch kommen: Türen knallen, aggressiver Ton, Wutanfälle, tränenreiche Selbstzweifel.

Besonders schwer fällt Jugendlichen Multitasking. Zwar können sie scheinbar gleichzeitig auf dem Smartphone tippen, Fernsehen und merkwürdige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Untersucht man aber die real erbrachten Leistungen, stellt sich heraus: Höchstens eine der gleichzeitigen Tätigkeiten kann in ausreichender Qualität erbracht werden... Misstrauen Sie daher allen „natürlich höre ich die zu“-Versicherungen, wenn Ihr Teenie gleichzeitig noch mit diversen anderen Dingen beschäftigt ist...

Zwischen 12 und 20 nimmt die Angstwahrnehmung ab. Bungeejumping, Fallschirmsprung, risikoreiche Sportarten etc. sind Bestandteile unseres erfolgreichen evolutionären Programms. Kleiner Trost für alle Betroffenen: All das ist auch für die eigene Entwicklung des Pubertierenden hilfreich - vorausgesetzt, er überlebt seine halsbrecherischen Experimente...

Viele Eltern verzweifeln, weil sie von ihren jugendlichen Kindern so oft angelogen werden. Stimmt zwischen Eltern und Teenagern die Chemie nicht, kann auch ein Außenstehender zu einem wichtigen Ansprechpartner werden. Wenn Sie - als Patenonkel, Nachbarin, Opa, Lehrerin... - ein verständnisvoller Gesprächspartner sind und nicht gleich mit negativen Werturteilen daherkommen, können Sie einen jungen Menschen vielleicht vor mancher Dummheit bewahren.

entnommen: www.simplify.de (Auszug)

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